Der europäische Markt für Laminatböden erweist sich 2025 in den Kernregionen trotz des Abschwungs als widerstandsfähig
12 März 2026
Brüssel, 12. März 2026 – Im Jahr 2025 entfielen mehr als 80 % des Gesamtabsatzes der Mitglieder des Verbands der Europäischen Laminatfußbodenhersteller e.V. (EPLF) auf Europa, wodurch dessen Position als Kernmarkt für die Laminatbodenbranche trotz eines ungünstigeren weltweiten Umfelds für Bau- und Sanierungsvorhaben bekräftigt wird. Obwohl die allgemeine Nachfrage im Jahresverlauf schwächelte, entwickelte sich das Marktgeschehen in den verschiedenen Regionen sehr uneinheitlich, was die Unterschiede bei der lokalen Bautätigkeit und Marktreife widerspiegelt.
Der Gesamtabsatz der EPLF-Mitglieder belief sich 2025 auf 263,4 Mio. m², was im Vergleich zu 2024 (281,6 Mio. m²) einem Rückgang von 6,5 % entspricht. Die Entwicklung zeigt die allgemeine auf den Baumärkten beobachtete Abschwächung, besonders bei Wohnungsneubau und Sanierungen, was die Nachfrage im Jahresverlauf weiterhin belastete.Westeuropa, was 58 % des Gesamtabsatzes des EPLF ausmacht, verzeichnete den moderatesten Rückgang unter den größeren Regionen. Der Absatz belief sich 2025 auf 151,8 Mio. m², was einem Rückgang von 5,62 % gegenüber 2024 entspricht. Frankreich blieb weitgehend stabil mit 30,4 Mio. m² (-0,59 %), was die Widerstandsfähigkeit dieses Marktes im Vergleich zu den Nachbarmärkten demonstriert. Deutschland und Großbritannien, zwei der größten Märkte der Region, verzeichneten hingegen Einbußen von jeweils 8,22 % (30,3 Mio. m²) bzw. 5,47 % (21,6 Mio. m²).
Osteuropa machte im Jahr 2025 23 % des Gesamtabsatzes des EPLF aus. Das Absatzvolumen belief sich auf 61,6 Mio. m², was einem Anstieg von 2,56 % im Vergleich zu 2024 entspricht.
Die Entwicklung innerhalb der Region war jedoch uneinheitlich.
Polen, einer der größten Märkte der Region, legte um +3,55 % auf 21,9 Mio. m² zu. Auch Rumänien verzeichnete ein starkes Wachstum von +9,30 % mit einem Absatz von 9,8 Mio. m². Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass ausgewählte osteuropäische Märkte trotz größerem regionalen Druck Potential bergen.
Außerhalb Europas fielen die Rückgänge ausgeprägter aus. Nordamerika verzeichnete einen Rückgang von 12,40 % gegenüber 2024, was die schwächere Bautätigkeit und gedämpfte Nachfrage nach Wohnraum widerspiegelte. Lateinamerika erlebte einen Rückgang von 20,61 %, während die Absätze in Asien um 24,53 % zurückgingen. In Asien verzeichneten zwei der größten Märkte der Region, Kasachstan (2,6 Mio. m²) und Taiwan (2,3 Mio. m²), erhebliche Verluste von 36,94 % bzw. 26,10 %. Afrika musste mit 31,55 % den stärksten regionalen Rückgang hinnehmen, deutlich rückläufige Entwicklungen zeigten sich dabei in Ägypten (-31,32 %), Marokko (-2,70 %) und Südafrika (-55,03 %). Auch Australien und Ozeanien verzeichneten niedrigere Absatzmengen, mit einer Verminderung von 17,0 % gegenüber 2024.
Insgesamt zeigte sich die regionale Entwicklung im Jahr 2025 uneinheitlich: Die meisten Regionen verzeichneten im Vergleich zu 2024 niedrigere Absatzmengen, während Osteuropa ein moderates Wachstum erreichte. In Westeuropa war der Rückgang am geringsten, während die Rückgänge in Asien, Afrika und Lateinamerika stärker ausgeprägt waren. Das Wachstum in Ländern wie Polen und Rumänien trug zum positiven Ergebnis Osteuropas bei und unterstreicht die Vielfalt der Marktdynamiken innerhalb der Region.
Die Zahlen für 2025 weisen für die Laminatbodenbranche auf ein Jahr hin, das von Anpassungen geprägt war. Während der weltweite Absatz sank, blieb die Nachfrage auf den europäischen Kernmärkten relativ stabil. Diese macht weiterhin den Großteil des EPLF-Absatzes aus. Regionale Unterschiede deuten darauf hin, dass sich die Marktverhältnisse in unterschiedlichem Tempo entwickelten, anstatt einem einzelnen globalen Muster zu folgen.
2026 dürfte es die Branche weiterhin mit einem schwierigen Bauumfeld zu tun haben. Die Mitglieder des EPLF setzen ihren Schwerpunkt auf Innovationen, Nachhaltigkeit, Produktqualität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis fort und stärken so die Rolle von Laminatböden als robuste, wettbewerbsfähige und vielseitige Lösung, während sich die Marktverhältnisse weiterentwickeln.
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Über den EPLF: Der 1994 in Deutschland gegründete Verband der Europäischen Laminatbodenhersteller e.V. vertritt die führenden europäischen Laminatbodenproduzenten und ihre Zulieferunternehmen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die Forschung, Entwicklung, Standardisierung und Vertretung auf internationalen Fachmessen. Seine Geschäftsführung hat seit November 2019 ihren Sitz in Brüssel.
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